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hier können Sie Neues und Interessantes vom Lotsenschoner "ATALANTA" erfahren. Also immer mal wieder vorbei schauen, es lohnt sich.
Leseprojekt auf dem Lotsenschoner ATALANTA am 10. Juni 2010
von Trixi Hübner
„Wie Krischan über Bord gefallen ist, das war so aufregend.“
„Mir hat am Besten der Sonnenaufgang vor Helgoland gefallen.“
„Nein, der Sturm, das war das Spannendste.“
„Also ich fand am schönsten die Szene, wo Hans-Wilhelm und Paula zusammen auf dem Steg sitzen.“
„Eigentlich war das ganze Buch am schönsten.“
Charlotte, Jojo, Anna, Paul, Lara und die anderen aus der Klasse 4a der Grundschule in Neuburg sitzen in der gemütlichen Messe an Bord des Lotsenschoner ATALANTA im Alten Hafen von Wismar und erzählen begeistert, von ihren Leseerlebnissen mit dem Buchprojekt „Geschichte eines Schoners“.
Hans-Wilhelm Holten, ein Junge aus Fischkaten geht 1921 mit 14 Jahren zur See. Auf seiner ersten Reise rund Kap Horn ist er Schiffsjunge auf einem der berühmten Flying P-Liner.
Den Sommer verbringt zu Hause an der Wismar Bucht und hilft seinem Vater an Bord von dessen Fischerzeese. Wenig später bekommt er eine Heuer als Leichtmatrose auf dem Lotsenschoner CUXHAVEN. Das Schiff strandet im September 1922 vor Helgoland bei einem Mann-über-Bord-Manöver.
Die Geschichte des Lotsenschoner CUXHAVEN wird von Trixi Hübner als Roman erzählt. Die tatsächlichen Fakten werden mit dichterischer Freiheit um eine Handlung ergänzt.
Der erste Teil dieses in Arbeit befindlichen Buchs wurde vor der Klasse 4a im Rahmen eines Leseprojektes gelesen.
Der Abschluss fand am authentischen Ort, dem Schoner ATALANTA, ex CUXHAVEN, statt.
Jedes Kind hatte ein eigenes Schlusskapitel geschrieben. Diese Texte wurden an Bord vorgelesen.
Außerdem hatten alle viele Fragen an die Autorin. Ob sie selbst schon mal auf Helgoland gewesen sei, wieso sie Bücher schreibt, seit wann sie auf der ATALANTA segelt, wie ihr die vielen Namen einfallen...... und was in dem Päckchen war, das Paula Hans-Wilhelm schenkt.....??
Als lange genug vorgelesen und erzählt worden war, bekam jedes Kind eine Schwimmweste und der Schoner legte für eine Ausfahrt ab.
Beim Setzen der Fock zogen alle kräftig mit und das Segel war so schnell wie selten gesetzt. Die Mitglieder der ATALANTA-Stammbesatzung hatten viel Freude an den lebhaften kleinen Seefahrern. Knoten üben, an den Schoten ziehen, 1000 Fragen stellen, viel zu schnell verging die Zeit.
Britta Schenk, die Klassenlehrerin der 4a, gehört, ebenso wie die Autorin Trixi Hübner, zur Stammbesatzung der ATLANTA. Vor zwei Jahren entstand die Idee, zum Abschluss der 4. Klasse ein besonderes Leseprojekt zu machen.
Und das ist gelungen.
In den letzten drei Wochen waren die 15 Kinder in die Welt der Seefahrt eingetaucht. Sie suchten im Seefahrtslexikon nach Erklärungen für seemännische Begriffe, malten Bilder von Rahseglern und dem Lotsenschoner, lebten in Gedanken mit dem Jungen Hans-Wilhelm und dessen Erlebnissen auf See. Darüber hinaus bekamen die Kinder einen Eindruck vom Leben der Seeleute vor mehr als 80 Jahren.
Zwei weitere Bilder gibt es hier.

